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Kooperation mit dem ASBÖ (Arbeiter-Samariter-Bund-Österreichs)
Bis dato war der ASBÖ im Amateurfunk und als Staatsfunkstelle
nicht aktiv tätig. Mit dem in den nächsten fünf Jahren geplanten Umstrukturierungs- und
Modernisierungprogramm in dieser Organisation ist auch der Katastrophenhilfsdienst des ASBÖ (KHD)
gefordert. Wie die Erfahrungen bei In- und Auslandseinsätzen gezeigt haben, benötigt der ASBÖ-KHD
ein leistungsfähigeres Fernmeldemodul, das mit Amateurfunk und Einrichtungen des Festen
Funkdienstes („Staatsfunkstellen“) ergänzt werden soll.
Der ÖVSV-DV wurde eingeladen, bei der Umsetzung dieses
Funkkonzeptes zu helfen. Technische Beratung und die Ausbildung von Funkamateuren stehen dabei im
Mittelpunkt. Dem werden wir gerne nachkommen, um nach Abschluss dieses Projektes eine weitere
Einsatz- und Hilfsorganisation bei ARENA integrieren zu können.
Als Einstieg nach erfolgten Besprechungen über die weitere
Zusammenarbeit konnten wir am 26. Mai 2006 eine Präsentation des ASBÖ-KHD für interessierte
Medienvertreter mit der portablen Funkstation der Magistratsdirektion Krisenmanagement „OE1XKS“
ergänzen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den OM OE3NSC, OE3KLU, OE3OLU und OE1PDB für die
tatkräftige Mitarbeit bedanken!
Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs (Auszug Presseaussendung für den 26. Mai
06)
Der Arbeiter-Samariter-Bund-Österreichs entstand
1927 aus einer Initiative von FunktionärInnen der Arbeiterbewegung.
Rettungsdienste – vor allem für unterprivilegierte Bevölkerungsschichten – waren damals kaum
organisiert, in Zeiten der zunehmenden Industrialisierung und harter Arbeitsbedingungen aber umso
notwendiger. Die politischen Veränderungen führten
1934 zu Auflösung und Verbot des ASBÖ, Vermögen und Ausrüstung wurden
beschlagnahmt. Erst
1947 konnte sich der ASBÖ neu formieren,
1948 nahm in Eichgraben (NÖ) das erste Rettungsfahrzeug den Dienst auf. Beim
Donau-Hochwasser
1954 bewährte sich der ASBÖ in der Katastrophenhilfe, während der Ungarn-Krise
1956 hatte er eine Schlüsselfunktion bei der Versorgung und medizinischen
Betreuung von rund 300.000 Flüchtlingen.
Seit den
60er-Jahren profilierte sich der ASBÖ zusätzlich als Ausbildungsinstitution – mit
freiwilligen Erste-Hilfe-Kursen für Führerscheinwerber, einem Angebot, das 1973 in eine gesetzliche
Verpflichtung mündete. In der Folge entwickelte der ASBÖ zusätzlich anerkannte Kompetenz in den
Bereichen Strahlenschutz, Zivildienst sowie Rettungs- und Sanitätsdienst und wurde zum
verlässlichen Partner staatlicher Auftraggeber. Seit
1967 ermöglichte der vom ASBÖ mitorganisierte „Sonnenzug“ Menschen mit
Behinderungen Kurzurlaube im Ausland.
Mit der rapiden gesellschaftlichen Entwicklung in den
80er- und
90er-Jahren wandelten sich auch Ziele und Tätigkeitsbereiche der Samariter.
Soziale Dienste für kranke, alte und behinderte Menschen traten in den Vordergrund: So richtete der
ASBÖ den „Seniorenalarm“ ein und begann mit der Vermittlung von Heimhilfen. Auch die
Sanitätsdienste bei Sport- und Freizeitveranstaltungen wurden ausgebaut: Beim Wiener Stadtmarathon
und dem Donauinselfest ebenso wie bei Maikundgebungen, den beiden Papstbesuchen in Österreich, beim
Jazzfest Wiesen oder dem alljährlichen Ferienspiel für Kinder.
1992 wurde die Bundeszentrale des ASBÖ im 15. Wiener Gemeindebezirk feierlich
eröffnet – das „Herzstück“ der Organisation.
Heute repräsentiert der ASBÖ mit rund 60 Stützpunkten in ganz
Österreich die erfolgreiche Verbindung traditioneller Verantwortung für sozial benachteiligte
Menschen mit modernster Technologie, Logistik und professionellen Dienstleistungen. Allein in Wien
werden an Spitzentagen über 1.000 Rettungseinsätze und Krankentransporte durchgeführt. Tag und
Nacht stehen Notarzt-Teams bereit. Dienste für ältere Menschen werden stetig ausgebaut – im Rahmen
der Pflege zu Hause oder im, 2005 errichteten, ersten ASBÖ-Pflegekompetenz-Zentrum Stubenberg
(Steiermark).
Mit dem „Nikolauszug“ wurde die Idee, behinderten Kindern in
einem speziell ausgestatteten Zug kurze Ferien zu ermöglichen, neu belebt. Neben Schulungs-,
Informations- und Ausbildungs-Aktivitäten gilt das Engagement der rund 4.200 haupt- und
ehrenamtlichen MitarbeiterInnen Hilfsbedürftigen im In- und Ausland: Samariter helfen in Rumänien,
Bulgarien, Russland, im Kosovo und in Sri Lanka – mit „mobilen Ambulanzen“ – ebenso wie
österreichischen Katastrophenopfern, Obdach- oder Heimatlosen. Allem voran steht der Leitgedanke
der
„Hilfe von Mensch zu Mensch“ – ohne Unterschied der ethnischen Zugehörigkeit, der
Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen
Orientierung.
Weitere Informationen unter
www.samariterbund.net
Michael MARINGER
Referatsleiter Notfunk
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