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1. Mai 2007 - AOEC - Staatsfunkstelle OEK3102
Am Dienstag, den 1. Mai war es wieder einmal soweit. Der AOEC 2007 fand statt. Dabei
wurde österreichweit der Not- und Katastrophenfunk "geprobt", bzw. die Ausbreitungsbedingungen auf
unterschiedlichen Bändern und Frequenzen getestet. Wieder waren alle 3 Staatsfunkstellen der
Gemeinde Wien (OEK 310. OEK 3101, OEK 3102) „On Air“.
OE1MMU/Michael hatte uns (OE1GNU/Gregor und mich) für 06.00 Uhr auf die Wiener
Sophienalpe gebeten, damit wir mit dem Aufbau der Antennenanlagen (Kurzwelle und UKW) bis zum
Beginn des Contests fertig werden würden. Tja, grundsätzlich von der Zeit her kein Problem, wenn
sich da nicht das eine kleinere oder größere Problem eingeschlichen hätte...... und außerdem
war da noch die frühmorgendliche Kälte.
Voller Tatendrang packte Michael also die extra neu gekaufte Multibandantenne (G5RV)
aus der Originalverpackung aus und wir montierten sie entsprechend, am elektrisch ausfahrbaren Mast
des "Funkbusses", den uns wieder einmal OE1BAD (Andreas Böck, Chef der Firma Funktechnik Böck) zur
Verfügung gestellt hatte. Weiters wurde eine UKW-Antenne (Diamond X50) an der Mastspitze montiert
und der Mast dann auf ca. 10m ausgefahren. Anschließend haben wir die Enden der G5RV zum Boden hin
abgespannt und mit rot/weißen Absperrbändern gekennzeichnet (Muss ja alles seine Ordnung haben -
hi). Leider konnten wir die Antenne nicht so errichten, wie es die Anleitung vorsieht,
also mit freihängender „Hühnerleiter“ und 2 hoch liegenden Abspannpunkten. Es war ja nur ein
Versuch….
Wir wurden genau um 07.00 Uhr Ortszeit fertig und begannen Betrieb zu machen,
was aber scheiterte, da der Automatiktuner des Kenwood TS-480SAT auf keinem Band wirklich
funktionierte und nur einige wenige Frequenzen abgestimmt werden konnten. Also völlig
unbrauchbar für den "Einsatz". Dazu kam noch, dass eine Höchstleistung von 50 Watt Ausgang
angezeigt wurde. Dazu möchte ich aber bemerken, dass wir dabei über die Bordspannung vom Bus
fuhren, was grundsätzlich kein Problem ist, weil dieser zusätzliche Batterien eingebaut hat, diese
aber offensichtlich nicht ganz aufgeladen waren. Lange Rede, kurzer Sinn, der Grund für die niedere
Ausgangsleistung war eine zu geringe Stromversorgung der Busbatterien und sicher auch die
nicht ganz korrekte Antennenmontage.
Das Stromproblem lösten wir mit einem mitgebrachten Aggregat. Die beiden
Notfunkkoffer der Magistratsdirektion Krisenmanagement bestehen aus einem UKW-Flightcase (2
mal Kenwood TM-D700E) und einer Kurzwelleneinheit Kenwood TS-480 SAT mit einem SCS
PTC-Pro-Controller. Beide hatten jetzt den notwendigen „Saft“.
Das Antennenproblem war aber trotzdem nicht sofort zu lösen. Aus weiser
Voraussicht hatte ich aber am Vortag 50 Meter Draht gekauft und diesen auch mit meinem
Smartuner SGC SG 239 und eigenem Werkzeug eingepackt. Somit war es uns dann
möglich, eine „ufb“ funktionierende Langdrahtantenne zu bauen. Von den 50 Metern Draht, ca. 4 Meter
abgezwickt und diesen also auf 46 Meter verkürzt, da dies eine Länge ist, die auf keinem
Band resonant ist und somit der Smartuner am besten arbeiten kann. Sämtliche Anschlüsse am Tuner
sind mit kleinen Kabelösen versehen (12 Volt Stromversorgung, HF-Koaxialkabel RG213,
Antennendraht und "Erde"). Dann den Tuner mit einem Klebeband am Mast fixiert und für den
Antennendraht eine Zugentlastung gemacht. Anschließend den Mast ausgefahren und den Draht zu einem
Baum abgespannt.
Jetzt konnten wir endlich "On Air" gehen. Der Tuner funktionierte und wir
hatten fast überall ein Stehwellenverhältnis von 1:1, bzw. höchstens 1:1,5 und dementsprechend war
auch die Ausgangsleistung von 100 bis wenigstens ca. 80 Watt vorhanden. Die Konfiguration war somit
"perfekt"! Ich setzte mich dann zur Station und rief nunmehr auf 30 Meter als Staatsfunkstelle
OEK 3102 „CQ-Österreich“ .... und es funktionierte. Aufgrund der
herrschenden Ausbreitungsbedingungen auf diesem Band waren aber "nur" Stationen aus dem Raum Wien,
OE1 und Umgebung, also OE3 (Baden, Tulln, Bruck/L), auf unserer Arbeitsfrequenz 10,138 Mhz zu
erreichen.
OE1GNU/Gregor, welcher mit seinem eigenen, mitgebrachten Equipment (Yaesu FT-817 mit
5 Watt Ausgangsleistung, einem LDG-Tuner, einem 1:9 Balun und ca. 23 Meter Draht) funkte, hat das
80 Meterband als QRP-Station belebt und sehr gute Reichweiten erzielt.
Um 10.00 Uhr Ortszeit war dann der erste Teil der Funkübung zu Ende und
wir "plauderten" dann noch etwas auf 80 Meter mit "ganz Österreich" als OE1XKS/1, wobei ich eine
Verbindung nach OE6 mit dem persönlich bekannten OM OE6VHF/Jörg hatte. Jörg war
vom Bezirksrettungskommando Feldbach mit dem Call OE6XRD QRV.
Ein Reichweitentest auf 2m und 70 cm ergänzte unsere Aktivitäten. OM Michael, OE1MMU
erreichte ua. mit seinem FT 817 auf 144,300 Mhz SSB mit 2,5 Watt und einer
Gummiwendelantenne OM Laci, HA1SS in Sopron. Mit dem VC1 (Visual Communicator)
übertrugen wir auf 70 cm SSTV-Bilder von der Sophienalpe in das Rathaus.
Nach einem sehr guten und ausgiebigen Mittagessen im Restaurant der Sophienalpe und
einigen Gesprächen mit Besuchern (Funkamateure, wie zB. OE1JJB - Highspeed-CW, der ein Morse-QSO
führen und sich gleichzeitig mit einem Gegenüber unterhalten kann, OE3OLU, OE1PSW mit Gattin und
noch einigen interessierten Spaziergängern) bauten wir dann alles wieder in kurzer Zeit ab,
worauf es nach einer Nachbesprechung wieder nach Hause ging. Die Übung ging ja dann noch von 16.00
- 19.00 Uhr Lokalzeit weiter, wobei ich zu Hause aber "nur mehr" in die Bänder reinhörte
und mich mit dem eigenen Rufzeichen nicht mehr aktiv daran beteiligt habe.
55 und 73 de
OE1GKB - Klaus Göringer
Zusatz von OE1MMU:
Ich danke folgenden OM für ihre Mitarbeit am 1.Mai 2007 im Rahmen „AOEC 2007“
OE1WSS, OE1WED, OE3OLU als OEK 310 im Wiener Rathaus
OE3KLU als OEK 3101 Nähe St.Pölten
OE1GNU und OE1GKB als OEK 3102 auf der Wiener Sophienalpe
OE1BAD, Andreas BÖCK, der in bewährter Weise Zubehör und seinen Funkbus zur
Verfügung stellte.
Dem Besitzer der Restauration „Sophienalpe“, Herrn ALLMAYER, der einen Teil seines
Anwesens freimachte und uns sehr gut versorgte (www.sophienalpe.at).
Natürlich ganz besonders unseren „weit aus besseren Hälften“, die für unser
zeitintensives Hobby (hoffentlich) viel Verständnis aufbringen!
Ich darf im Zusammenhang AOEC 2007 anregen, Ihre Funkausstattung und die
Möglichkeiten eines netzstromunabhängigen Betriebs Ihrer Funkstation zu überprüfen!
55 und 73 de
OE1MMU
Michael Maringer
Referat Notfunk




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