Amateurfunk Glossar
Im Bereich des Amateurfunks trifft man immer wieder auf
Spezialbegriffe, mit denen man erst etwas anfangen kann, wenn man deren Bedeutung einmal erfahren
hat. Dieses Amateurfunk-Glossar soll einen Überblick über einige im Amateurfunk häufig benutzte
Begriffe geben.
Amateurfunkbewilligung
Eine Amateurfunkbewilligung, oder auch weitläufig Lizenz genannt,
ist so etwas wie beim Auto der Zulassungsschein, mit dem Sie ihr eigenes Fahrzeug fahren dürfen.
Als Inhaber einer Lizenz dürfen Sie als Funkamateur Ihre eigene Amateurfunkstation errichten und
betreiben. Dem Führerschein entspricht im Amateurfunk das Amateurfunk-Prüfungszeugnis.
Um die Bewilligung beantragen zu können, wird die erfolgreich bestandene
Amateurfunkprüfung vorausgesetzt und die Vorlage
eines gültigen Amateurfunk-Prüfungszeignisses verlangt. Siehe auch
Bewilligungsklassen.
Amateurfunkdienst
Der Gesetzgeber hat den Amateurfunk(dienst) ebenso wie bspw. den
Rundfunkdienst (Radio, TV) im Gesetz verankert und wie folgt definiert:
Amateurfunkdienst ist ein technisch-experimenteller Funkdienst, der
- die Verwendung von Erd- und Weltraumfunkstellen einschließt und der
- von Funkamateuren für die eigene Ausbildung,
- für den Verkehr der Funkamateure untereinander,
- sowie insbesondere zur Durchführung von Not- und Katastrophenfunkverkehr und für technische
Studien betrieben wird.
Amateurfunkprüfung
Um am Amateurfunkdienst aktiv teilnehmen zu können, also nicht nur
hören, sondern auch senden zu dürfen, schreibt der Gesetzgeber eine Amateurfunkprüfung mit
abschließendem Amateurfunk-Prüfungszeugnis vor.
Zur Vorbereitung auf diese Prüfung gibt es in den verschiedenen Regionen Österreichs immer
wieder Amateurfunkkurse.
Die Prüfung findet bei der jeweils zuständigen Fernmeldebehörde statt und beinhaltet 3
Prüfungsgebiete:
- Gesetzliche Grundlagen - Recht
- Technische Grundlagen - Technik
- Betrieb und Fertigkeiten - Betrieb
Da die Prüfungen öffentlich sind, kann jeder bei einer
stattfindenden Prüfung als Zuhörer teilnehmen.
Amateurfunkrufzeichen
Die Funkrufzeichen sind international geregelt, so auch die
Amateurfunkrufzeichen für
Österreich. Jedes Rufzeichen ist auf der Welt einzigartig und identifiziert die
Funkstelle.
Bewilligungsklassen - Lizenzklassen
Die Unterschiede im Detail können Sie
hier
nachlesen.
Echolink
Siehe
ÖVSV-Wiki Echolink
HAM (Funkamateur)
Die Herkunft des Begriffs HAM ist leider nicht belegt, am
wahrscheinlichsten ist jedoch, dass der Begriff aus dem Englischen kommt und eine Abkürzung für
Home
Amateur
Mechanic darstellt, welches der Titel einer
Elektronik-Bastelzeitschrift zu Beginn des 20. Jahrhunderts war, aus der zahlreiche Funkbausätze
aus den Anfängen der Ära des Amateurfunks stammten.
Heute bezeichnet man sehr oft den Funkamateur als HAM. Daraus abgeleitet wird auch der
HAM Spirit, der
Ehrencodex der Funkamateure, oder die HAM Radio in
Friedrichshafen, eine der größten Amateurfunkmessen der Welt.
Kurzwellenhörer (SWL - Short Wave Listener)
Beschränkt man seine Tätigkeiten und sein Interesse ausschließlich
auf den Funkempfang, dann ist auch dafür ein Grundwissen, jedoch keine
Prüfung notwendig. Der Betrieb ist auf den Empfang
von "Aussendungen an alle", also Rundfunkempfang und den Emfpang des
Amateurfunkdienstes beschränkt. Bereits diese
Tätigkeit fasziniert zehntausende Menschen weltweit.
Leistungsstufen
In Österreich gibt es je nach
Bewilligungsklasse
verschiedene, beantragbare Leistungsstufen.
-
Leistungsstufe A max. 100Watt
-
Leistungsstufe
B max. 200Watt
-
Leistungsstufe
C max. 400Watt
Diese Leistungsstufe kann erst nach einem Jahr störungsfreien Betrieb in Leistungsstufe B
beantragt werden
-
Leistungsstufe
D max. 1000Watt
Diese Klasse kann nur für Klubstationen beantragt werden
Lizenz - Amateurfunklizenz
Siehe
Amateurfunkbewilligung
Q-Gruppen
QRZ, QTH, QRG sind nur drei der vielen Abkürzungen, welche täglich
im Amateurfunk verwendet werden. Jede dieser Abkürzungen hat eine andere Bedeutung und kann
entweder eine Frage oder Antwort darstellen. QTH? bedeutet bspw. die Frage nach dem Standort,
worauf als Antwort "QTH ist WIEN" kommen könnte. Diese Abkürzungen vereinfachen die Abwicklung
speziell in langsamen Betriebsarten deutlich.
QSL-Karte
QSL ist eine der
Q-Gruppen und bedeutet kurz Empfangsbestätigung. Eine QSL Karte in
gedruckter Form ist in etwa gleich einer Postkarte, wobei damit das Funkgespräch dem Partner (als
krönender Abschluß) bestätigt wird. Diese Karte ist eine Trophäe einer gearbeiteten Verbindung und
kann, wenn sie aus königlichem Hause stammt, schon mal mit Blattgold belegt sein.
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