Rufzeichen in Österreich
Jedem Funkamateur ist ein weltweit einmaliges Rufzeichen zugeordnet,
welches ihm von der Fernmeldebehörde auf Antrag zugewiesen wird.
Das österreichische Amateurfunkrufzeichen wird aus dem Landeskenner OE
(Präfix), einer Ziffer für das Bundesland und einer ein- bis vierstelligen Buchstabenkombination
(Suffix) gebildet.
Z.B. OE1XTU --> OE: Österreich,
1: Wien,
XTU: persönlicher und einzigartiger Suffix
Folgende Abbildung zeigt die Zuordnung der Bundesland-Ziffern:
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Bundesland
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1
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Wien |
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2
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Salzburg |
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3
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Niederösterreich |
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4
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Burgenland |
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5
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Oberösterreich |
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6
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Steiermark |
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7
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Tirol |
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8
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Kärnten |
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9
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Vorarlberg |
Rufzeichenzusätze wie bspw. OE1AAA /2 beschreiben einen
mobilen oder portablen Betrieb im Bundesgebiet, in unserem Beispiel eine Station aus Wien, die in
Salzburg unterwegs ist. Diese Regelung mit den Zahlen ist aber nur in Österreich möglich, in
Deutschland bspw. wird für Mobilbetrieb "/m" als Zusatz verwendet, "/p" für Portabelbetrieb.
Einstellige Suffixe (bspw. OE1A) sind für Contest-Stationen,
DX-Expeditionen und spezielle Anlässe reserviert und werden nach Bedarf vergeben. Mehrstellige
Buchstabenkombinationen sind für alle anderen Stationen vorgesehen.
Österreichische Rufzeichen mit
nur zwei Buchstaben im Suffix deuten auf langjährige
Bewilligungen hin und gehören echten Oldtimern, die seit Jahrzehnten ihrem Hobby nachgehen.
Zweistellige Suffixe werden seit etwa 1964 nicht mehr vergeben.
Bei mehrstelligen Suffixen kann dem ersten Buchstaben noch eine besondere Bedeutung
zukommen:
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X..
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Klubfunkstellen oder Repeater |
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Y..
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Rufzeichen einer (X)YL (young lady)
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Z..
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Befristetes Rufzeichen für ausländische Amateure, die sich länger in Österreich aufhalten |
Zu bestimmten Anlässen können Sonderpräfixe vergeben werden wie zum Beispiel:
| OEM |
1996, 1000 Jahre Österreich |
| OE50 |
2005, 50 Jahre österreichischer Staatsvertrag |
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