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NEWS - International16. Mai 2013; Fred, OE3BMA - Infos DARC
DARC e.V. Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 20/2013, 20. KW
Donnerstag, den 16. Mai 2013, 17:30 UTC.
Aktuelle Audiofassung unter http://www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3 Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 20 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 20. Kalenderwoche 2013. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen: - PE1NNZ gelingen SSB-Sendungen mit dem Raspberry Pi
- EME-Rekord auf 24 GHz über 16 300 km
- Bundesnetzagentur veröffentlicht Jahresbericht
- Schon die Angst vor Risiken kann Gesundheitsprobleme auslösen
- Diplome auch in PDF und mit Paypal bezahlen
- Am LinuxTag kehrt der Amateurfunk in Berliner Messehallen zurück
- 18. ATV-Treffen auf dem Brocken
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?
Hier die Meldungen:
PE1NNZ gelingen SSB-Sendungen mit dem Raspberry Pi
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Guido, PE1NNZ, hat einen Programmcode für den Kleincomputer Raspberry Pi entwickelt, um auf
dem Board selbst SSB-Signale im 7-MHz- und 14-MHz-Band zu erzeugen. Mit Blick auf diese Entwicklung
ist PE1NNZ kein Unbekannter. Aus seiner Feder stammt bereits eine Software, die den Linuxrechner in
einen WSPR-Sender für den HF- und VHF-Bereich verwandeln kann - der Deutschland-Rundspruch Nr.
13/2013 berichtete. Zu seinem neuesten Coup schreibt er in seinem Blog [1]: "Der folgende Code
erzeugt SSB-Modulation allein durch die Kontrolle des PLL-Carriers. Ich habe diese Methode bei der
Raspberry Pi-PLL angewendet, und mir gelangen einige Kontakte auf 40 m und 20 m. Dem Rechner wird
die NF über den Mikrofoneingang einer externen USB-Soundkarte zugeführt. Um die SSB-Qualität zu
erhöhen, wird das Signal durch ein A-law-Verfahren komprimiert. Drei parallel geschaltete
BS170-MOSFETs werden direkt am GPIO-Pin 4 des Rechners angeschlossen, um etwa 1 W HF zu erzeugen.
Auf dem 40-m-Band gelangen mit diesem Setup viele Kontakte mit Europa. Der Empfang erfolgte über
einen nahe gelegenen WebSDR." Darüber berichtet das britische Nachrichtenportal Southgate. Zum
Raspberry Pi wurden bereits einige Bauprojekte im Amateurfunkmagazin CQ DL veröffentlicht. Auch auf
der HAM RADIO in Friedrichshafen vom 28. bis 30. Juni gibt es einen Vortrag über den
Kleincomputer.
EME-Rekord auf 24 GHz über 16 300 km
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Rex Moncur, VK7MO, und dem OK1KIR-EME-Team gelang kürzlich ein 24-GHz-Kontakt über die
Rekord-Distanz von 16 383 km. VK7MO arbeitete mit einem 1,14-m-Spiegel und 10 W, OK1KIR mit einem
4,5-m-Spiegel und 22 W HF. Die Herausforderung für beide Stationen bestand in dem aufgeweiteten
24-GHz-EME-Signalpfad, bedingt durch die Wellenlänge und die Öffnungswinkel der Antennen. Darüber
berichtet die Amateur Radio Newsline.
Bundesnetzagentur veröffentlicht Jahresbericht
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Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat den Jahresbericht 2012 vorgestellt.
Darüber informiert Ulfried Ueberschar, DJ6AN, EMV-Referent des DARC e.V., und gibt nachfolgend die
für Funkamateure relevanten Auszüge.
Zur elektromagnetischen Umweltverträglichkeit heißt es im Jahresbericht, dass in 2013 die
novellierte Fassung der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer
Felder (BEMFV) und der 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz in Kraft treten werde. Beide
Verordnungen enthalten sich ergänzende Regelungen zum Schutz von Personen in elektromagnetischen
Feldern von Funkanlagen, wobei die BEMFV den Rahmen zur Bewertung von Funkanlagen beschreibt. Im
Zuge dieser Novellierungen seien Anpassungen im bestehenden Datenaustausch von
Immissionsschutzbehörden der Länder mit der Bundesnetzagentur erforderlich. In diesem Zusammenhang
würden auch Vorhaben hin zu rein numerischen Bewertungsverfahren zur Festlegung der einzuhaltenden
Sicherheitsabstände zu Funkanlagen vorgesehen.
Auch im Bereich des Amateurfunks sollten zusätzliche Hilfestellungen für eine bundesweit
einheitliche Bestimmung einzuhaltender Sicherheitsabstände gegeben werden. Die Bundesnetzagentur
werde hierzu eine kostenfreie und auf nahezu allen Betriebssystemen lauffähige Software
(WattWächter) anbieten, die jedem Funkamateur die Möglichkeit eröffnet, seine Amateurfunkstelle in
Bezug auf die Einhaltung der Grenzwerte zum Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern zu
bewerten.
Innerhalb der Marktüberwachung prüfe die Bundesnetzagentur die Einhaltung der Anforderungen
der Richtlinie 2004/108/EG über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln (EMV-RL)
und der Richtlinie über Funkanlagen und Telekommunikationseinrichtungen (R&TTERL) und
verhindere bzw. beschränke das Anbieten nichtkonformer Produkte zum Schutz der Verbraucher und zur
Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs. Der vollständige Jahresbericht 2012 steht bei der
Bundesnetzagentur zum Download bereit [2].
Schon die Angst vor Risiken kann Gesundheitsprobleme auslösen
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Allein die Furcht vor Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Wellen kann ohne objektiven
Anlass echte Beschwerden hervorrufen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Mainz.
Das Forscherteam hatte 147 Probanden mit Antennen am Kopf einem WLAN-Scheinsignal ohne Strahlung
ausgesetzt. Bei 54 Prozent habe dies Symptome ausgelöst, wie Beunruhigung und Beklemmung,
Beeinträchtigung der Konzentration oder Kribbeln in Fingern, Armen, Beinen und Füßen. Die
Kernspintomographie bei früheren Studien zeige, dass in solchen Fällen tatsächlich
schmerzverarbeitende Hirnregionen aktiviert sein könnten. Vieles spreche für einen so genannten
Nocebo-Effekt, teilte der Mainzer Psychologe Michael Witthöft mit. "Allein die Erwartung einer
Schädigung kann tatsächlich Schmerzen oder Beschwerden auslösen, wie wir es umgekehrt im Bereich
schmerzlindernder Wirkungen auch von Placebo-Effekten kennen. Eine ausführlichere Presseerklärung
der Universität Mainz findet man im Internet [3]. Darüber berichtet der Saarland-Rundspruch unter
Berufung auf die Saarbrücker Zeitung vom 8. Mai.
Diplome auch in PDF und mit Paypal bezahlen
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Vor einigen Wochen wurde im DARC Contest Logbook - kurz DCL [4] - die Ausgabe von PDF-Diplomen
und die zusätzliche Möglichkeit der Bezahlung von Diplomgebühren via Paypal erfolgreich getestet.
Nun beginnt das Referat DX & HF-Funksport für die von ihm herausgegebenen Diplome mit dem
Übergang zum Regelbetrieb. Gleichzeitig werden die Diplomgebühren für Papierdiplome an die
Kostensituation angepasst. Ab dem 3. Juni beträgt die Gebühr für ein zugeschicktes Papierdiplom
etwas mehr als das Doppelte im Gegensatz zur PDF-Variante, die man nur herunterladen und selbst
ausdrucken muss. Die PDF-Versionen der Diplome werden schrittweise eingeführt. Begonnen wird mit
dem WAE-Diplom. Weitere Diplome folgen kurzfristig.
Am LinuxTag kehrt der Amateurfunk in Berliner Messehallen zurück
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Zum LinuxTag in den Hallen der Messe Berlin präsentiert der Distrikt Berlin den Amateurfunk an
einem eigenen Stand. Für Besucher ist vom 22. bis 25. Mai von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. Der Stand
wird in der Hardware-Ecke in der Halle 7.1c/Tür Nähe sein. Gezeigt werden soll unter anderem APRS
mit dem Android-Programm APRSdroid, ein SDR-Empfänger mit einem DVB-USB-Stick, digitale
Betriebsarten und das D-Star Selbstbauprojekt UP4DAR von DL3OCK und DL1BFF. Das Präsentationsteam
freut sich über weitere Hilfe beim Aufbau und/oder Standhelfer und auf die Messebesucher. Anfragen
dazu sind per E-Mail erwünscht [5]. Der LinuxTag zählte vergangenes Jahr 12 000 Besucher. Weitere
Informationen zur Veranstaltung gibt es im Internet [6]. Darüber berichtet Andreas Schulze, DL4AND,
Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Distrikt Berlin (D).
18. ATV-Treffen auf dem Brocken
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Am 8. Juni findet das 18. ATV-Treffen bei DB0HEX zum 20-jährigen Bestehen des damals ersten
ATV-Relais in den neuen Bundesländern statt. Tagungsort wird der "Goethesaal" im
Brockenhotel/Brockenherberge sein. Auf dem Programm stehen zugunsten des Erfahrungsaustausches
diesmal keine Vorträge. Angeboten werden die Besichtigung des Brockenmuseums und Führungen durch
das Brockenhaus sowie die meteorologische Station des DWD. Ein Shuttle-Service zwischen dem
Brockenplateau und Schierke wird eingerichtet. Ausführliche Informationen haben die Veranstalter
auf der Webseite von DB0HEX zusammengestellt [7].
Aktuelle Conteste
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Bis 17. Mai: AGCW-DL Aktivitätswoche
18. Mai: Hessen-Contest und Rheinland-Pfalz Aktivitätsabend
18. bis 19. Mai: King of Spain Contest
19. Mai: Hessen-Contest
25. bis 26. Mai: CQ WW WPX Contest und Bayerischer Bergtag
26. Mai: Hamburg-Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und HF-Funksportreferates [dx] sowie
mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 5/13, auf S. 360.
Der Funkwetterbericht vom 15. Mai, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
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Rückblick vom 7. bis 14. Mai: "Alle Thesen sind Hypothesen!", so formulierte es Wilhelm Busch,
und dies lehrte uns auch die Sonne in der vergangenen Woche. Als hätte unser Hausstern mitbekommen,
dass wir den Zeitpunkt des 24. Sonnenfleckenmaximum bereits definiert hatten, zeigte sie doch mit
vier Klasse-X-Flares innerhalb von 48 Stunden, dass wir stets mit Überraschungen rechnen müssen,
die unsere Annahmen widerlegen.
Die Sonnentätigkeit war zunächst gering und durch C-Flares geprägt, bis am 10. und 12. Mai
jeweils zwei M-Flares und 50 C-Flares innerhalb von drei Tagen registriert wurden. Am 13. und 14.
Mai folgten drei X-Flares innerhalb von 24 Stunden durch die Region 1748. Kurz nach Mitternacht zum
15. Mai folgte ein vierter X-Flare vom gleichen Sonnenfleck [8]. Alle Flares bewirkten auf der
jeweiligen Tagseite der Erde kurze Mögel-Dellinger-Effekte. Der solare Flux stieg von 127
Fluxeinheiten am 8. Mai über die 150er Marke am 13. Mai. Dabei blieb das geomagnetische Feld
überwiegend ruhig, weil die mit den Flares verbundenen koronalen Masseauswürfe nicht direkt in
Richtung Erde flogen. Der Flux hochenergetischer Protonen ist seit dem 14. Mai um eine
Größenordnung höher als normal. Der Zustand der Ionosphäre verbesserte sich ständig. Am 13. Mai
waren beispielsweise morgens um 06:00 UTC die HF-Bänder zwischen 20 und 15 m weltweit auch auf den
Nachtlinien offen. E51FOC war auf 15 m laut wie eine lokale Station. Joe, DL4CF, berichtete von
guten Öffnungen des 6-m-Bandes nach Südamerika und in die Karibik sowie von Sporadic-E-Bedingungen.
Insgesamt war die Ausbreitung auf den oberen Kurzwellenbändern - außer 10 m - sehr gut.
Vorhersage bis zum 21. Mai:
Acht Sonnenflecken sind auf der uns zugewandten Sonnenseite sichtbar. Die Wahrscheinlichkeit
für weitere M-Flares liegt bei 80, für X-Flares bei 50 und für Protonenevents bei 40 %. Es sind
bisher keine nennenswerten geomagnetischen Störungen vorhergesagt. Wir erwarten ein interessantes
sonnenaktives Pfingstwochenende und sollten die guten Ausbreitungsbedingungen nutzen. 6 m und
eventuell 2 m bleiben Sporadic-E-potent.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:11; Melbourne/Ostaustralien 21:12; Perth/Westaustralien
22:57; Singapur/Republik Singapur 22:55; Tokio/Japan 19:36; Honolulu/Hawaii 15:53; Anchorage/Alaska
13:09; Johannesburg/Südafrika 04:38; San Francisco/Kalifornien 13:00; Stanley/Falklandinseln 11:30;
Berlin/Deutschland 03:10.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:05; San Francisco/Kalifornien 03:13; Sao
Paulo/Brasilien 20:32; Stanley/Falklandinseln 20:16; Honolulu/Hawaii 05:02; Anchorage/Alaska 06:37;
Johannesburg/Südafrika 15:29; Auckland/Neuseeland 05:22; Berlin/Deutschland 18:55.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper,
DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der
DARC-Webseite sowie in Packet Radio unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit
bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per
E-Mail ausschließlich an redaktion@darcverlag.de. Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur
nächsten Woche!
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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[5] pressestelle_d@lists.darc.de
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Rundspruch mailing list
Rundspruch@lists.darc.de
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